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"Was ist eine Sommerdepressionen und was tut man dagegen"

"Manie und Depressionen"

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Achtung!

Bitte beachten Sie, dass Sie zum Betrachten und Ausdrucken von PDF- Dateien das Programm: "Acrobat Reader®" benötigen, das sie sich u. a. auch auf unseren Seiten unter: Downloads herunterladen können.

Wenn Sie das entsprechende Dokument geöffnet haben, können Sie über die Funktion Speichern (das Symbol der Diskette) eine Kopie des Dokumentes auf Ihren PC speichern.


Dieses Bild und das nachstehende Gedicht leitete uns unsere Niederlassungsleiterin aus Weimar weiter, mit der Bitte, es bei Gefallen auf unsere Homepage zu stellen. Es gefällt und sind Bild und Gedicht.

Ich gratuliere dir mit einem Bild,

es ist ganz zart und wenig wild.

Es zeigt die Wege, die so eben

und auch die des holprig Leben.


Ein Umweg um des Lebens Zeit

ist bitter wahr voll Einsamkeit.

Er möge warm dich leiten

nun an Zeit der Ärmlichkeiten.


Gibst den andren Kraft und Stärke,

schöpfst Gedankengut, liest Werke.

hälst den Kopf, weil er so schwer,

doch eins ist Fakt, Auswege gibts immer und davon immer mehr.

DayLine aus Gera


Das folgende Gedicht und auch das anschließende Musikstück schrieb uns eine Betroffene aus einer unserer Vereinsniederlassungen. Wir fanden es besonders geeignet um unsere Seiten damit zu bereichern.

Außerdem steht dieses Gedicht und das Lied stellvertretend für die Vielen, die immer wieder neu beweisen, wie kreativ Menschen mit psychischen Erkrankungen sein können und was Sie zu leisten im Stande sind.

 

Atme

 

Wenn schwere Stunden wie kranke Glieder sich ziehen,

sich dehnen zu leidvollen Gräbern,

die Wände mit Unglück tapeziert scheinen,

Hoffnung vertrocknet in der Hitze der Unerträglichkeit,

dann

 

atme, atme, atme,

 

bis du selbst Atem bist,

der spielerisch die Leichtigkeit überholt.

 

"Weil das seelische Atmen dank der tollen Menschen hier endlich besser geht, kann ich jetzt wieder schreiben und Musik machen. Mein Lied widme ich allen, die zwischen Himmel und Hölle pendeln. Seid gewiss, dass auf jede Nacht auch ein Tag folgt!"

Carmen Seelenrot*

 

Mit Klick auf das nebenstehende Bild können Sie sich das Musikstück von Carmen Seelenrot* anhören. Den Text finden Sie im folgenden:

 

Deine Ruhe

 

Du hast mich auf die Krone eines Baumes getragen,

von der ich sehend die Welt betrachte,

in mir ruhend,

ohne das ständige Gehen, Gehen, Gehen,

dieses ziellose Umherirren zu meinem Ich.

Plötzlich erschaue ich der Sonne Strahlen durch den Nebel,

des Mondes Leuchten in der dunklen Nacht.


Die Nacht, die mir Kraft gibt

für den leuchtenden Tag.

Carmen Seelenrot*

*Unsere Künstlerin möchte hier mit ihrem Künstlernamen genannt werden, was wir selbstverständlich akzeptieren. Ihr richtiger Name ist uns natürlich bekannt, soll aber auf Ihren Wunsch hin nicht genannt werden.


Dieses Statement schrieb uns Beate Schwabe, Leiterin der Apoldaer Vereinsfiliale mit Erlaubnis zur Nennung ihres vollen Namens und der Bitte um Veröffentlichung! Da wir der Ansicht sind, das es genauso ist, wie sie es schreibt und ihre Zeilen somit auch eine wirkliche Hilfe für andere Betroffene - aber auch für Angehörige - sein können, haben wir es inhaltlich unverändert übernommen und veröffentlicht.

Der Vorstand

 

"Irre, Durchgeknallt, Weichei, hab Dich nicht so ...!"

Kennen Sie das auch?
Ich schaffe meine Arbeit nicht, bin ständig kaputt, kann mich nicht konzentrieren, vergesse andauernd etwas.

Dann noch die Sprüche:

  • „Hab dich nicht so!“
  • „Du wirst das doch wohl schaffen!“
  • „Konzentrier dich gefälligst!“
  • „Das bisschen wirst Du doch wohl aushalten!“
  • usw. usf.

NEIN  !!!  -  EBEN NICHT  !!!

Mein seelischer Mülleimer ist voll.
Ich ersäufe meine Probleme, ich nehme Tabletten, Drogen. Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr. Mir ist alles zuviel, ich habe die Nase voll.

Ich brauche Hilfe, ich schaffe das nicht.

Mein Kopf ist krank. Bei anderen die Leber, der Magen, die Knochen oder anderes. Nicht weil ich eben nicht mehr will, sondern weil in meinem Kopf die Funktionen nur noch eingeschränkt laufen.

Ich...

  • ... kann keine 8 Std. mehr arbeiten
  • ... kann meinen Haushalt nicht immer machen
  • ... habe Probleme Behördenwege zu gehen
  • ... habe Angst Neues zu machen

Ja...

  • ... ich war drei Monate in der psychiatrischen Klinik
  • ... ich bin nicht allein betroffen
  • ... ich kann einiges für mich tun


Zurzeit lerne ich, meine Krankheit zu akzeptieren.
Es ist so und es passiert und ich kann mit ihr leben.
Der Psychiater hilft mit Medizin, der Psychologe mit Gesprächen, der Therapeut mit Therapien und meine Selbsthilfegruppe: „Lebensumwege e.V.“ hilft mir beim täglichen Leben, bei Problemen, die mir zu groß erscheinen; hilft mir, mir selbst zu helfen und meine Erfahrungen und Hilfe auch anderen zu geben.

Wenn andere sagen:   „Die ist bekloppt! Die war in der Klapper!“

Kennen Sie das?

Ja! UND ?!

Ich weiß was ich habe!
Ich kann mir helfen!
Ich bin nicht allein und ich lebe mein Leben für mich.
Die Selbsthilfegruppe ist wie eine Familie für mich, ich kann über alles reden, keiner guckt mich schief an.
Sie verstehen, wenn ich davon rede und das Schönste – wir können uns helfen.
Es ist wie früher, als man zum Nachbarn wegen einer Tasse Zucker ging, oder „… machst du mir die Spüle ganz“ …, „…ich hole die Post wenn du im Urlaub bist …“
So stelle ich mir das vor!
Es ist Arbeit und das ist gut so.
Es macht Spaß, ich werde wieder gebraucht, ich kann etwas tun.
Es macht mein Leben wieder lebenswert.

Beate Schwabe, Filialleiterin Apolda


Bittersüß

Erinnerung an Liebe
Die sie hervor beschworen.
Freude und Schmerz
Die sie mir zugefügt
Wolken und Sonne
Die sie für mich bezaubern
Tag und Nacht
Die sie mit mir durchwandern
Wege und Leben
Die sie begleiten
Lügen und Wahrheit
Die sie unterscheiden
Nähe und Ferne
In der sie da sind
F R E U N D E

Britta Rost (2005)


Der alte Straßenkehrer verrät seiner kleinen Freundin MOMO sein Geheimnis: (in dem auch für uns alle ein wichtiger Schlüssel liegt)

Manchmal habe ich eine sehr lange Straße vor mir.
Ich denke, die ist so schrecklich lang; das kann ich niemals schaffen,
denke ich.
Und dann fange ich an, mich zu eilen. Und ich eile mich immer mehr.
Jedes Mal, wenn ich aufblicke, sehe ich, dass es gar nicht weniger wird,
was noch vor mir liegt.
Und ich strenge mich noch mehr an, ich kriege es mit der Angst,
und zum Schluss bin ich ganz außer Atem
und kann nicht mehr.
Und die Straße liegt immer noch vor mir.

So darf ich es nicht machen.

Ich darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du?
Ich muss nur

  • an den nächsten Schritt denken,
  • an den nächsten Atemzug
  • an den nächsten Besenstrich.
  • Und immer wieder nur an den nächsten.

Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann mache ich meine Sache gut.
Und so soll es sein.
Auf einmal merke ich, dass ich Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht habe.
Ich habe gar nicht gemerkt wie, und ich bin nicht außer Atem.
Das ist wichtig.

(aus „MOMO“ von Michael Ende)


Geburtstagsüberraschung!

Anläßlich unserer Überraschungsfeier für unseren Vereinsvorsitzenden in Apolda wünschte er sich, das auch dieser Selbstbericht (Original siehe Gästebuch- Eintrag) hier seinen Niederschlag findet.

"Meine lieben Freunde!
Erst heute früh habe ich realisiert, was ihr am Samstag mit mir gemacht habt.
Das war die schönste Überraschung seit Vereinsgründung und die tollste Geburtstagsparty meines Lebens!!! Mich sooo auszutricksen und über Wochen absolut dicht zu halten, hätte ich euch gar nicht zugetraut ;-) Und ich dachte immer, mir entgeht im Verein nix *tzzz*. Es war wunderbar, erleben zu dürfen, was ihr da und wie ihr es auf die Beine gestellt habt. Selbsthilfe hat eben noch gaaanz andere Facetten, als stundenlange Gespräche zu führen, beim Umzug anzupacken oder jemand zum Arzt zu begleiten. Ich fühle mich bei euch mindestens ebensogut aufgehoben und euch verbunden wie ihr euch bei mir. Ich werde alles daran setzen, dass wir dieses einzigartige Miteinander weiter ausbauen und eine große Gemeinschaft werden, die es in dieser Art wohl nur sehr selten gibt. Habt Dank für alles !!!
"

Euer Christoph

Es war eine absolut gelungene Überraschung!

In Mittäterschaft unserer Schatzmeisterin (und Hans- Christoph's Lebensgefährtin Beate) wurde er auf dem Weg nach Weimar - er wähnte sich auf der Fahrt zum Geburtstag seines Freundes - "gekidnappt", mit einer Augenbinde versehen, vom Fahrer zum Mitfahrer "degradiert" und auf dem hinteren Sitzplatz verbannt.

Nach einigen absichtlich zu diesem Zweck gefahrenen Umwegen verlor Christoph dann doch die Orientierung und merkte auch nicht, das er zum Abschluss dieser Odyssee die ihm eigentlich geläufigen Wege in die Apoldaer Vereinsniederlassung geführt wurde.

Hier schmetterte ihn mit Abnahme seiner Augenbinde aus dem bis dahin mühevoll geschlossenen Mündern der Wartenden ein schallendes "ÜBERRASCHUNG!" entgegen.

Damit hatte Hans- Christoph in seinen kühnsten Phantasieen nicht gerechnet.

Aus jeder Vereinsniederlassung waren Mitglieder gekommen, hatten leckere Mitbringsel und eine tolle Stimmung mitgebracht, um zu zeigen, wie er - unser Hans-Christoph - durch die Gründung von Lebensumwege e.V. verschiedenste Menschen in verschiedenen Städten in einer familiären Kostellation zusammengebracht hat.

In einem stimmungsvollen und wunderbaren Abend würdigten wir mit vielen Geschenken:

  • einem selbst gestalteten Fotobuch und den berühmten "Kochlöffeln" mit dem dazugehörigem Nutzungs- Gedicht von der Apoldaer Truppe,
  • einer Collage von den Weimarern
  • einer liebevollen Grußkarte und einen superklasse Pflaumenkuchen unserer "neuen" aus Erfurt
  • und, und, und ... (verzeiht, wenn ich hier etwas übersehen habe. Es wird - wenn ihr mich ergänzt - umgehend hinzugefügt

Neben der gebührenden Würdigung von Christophs Arbeit für den Verein vergaßen wir auch den gerade am Vortag stattgefundenen Geburtstag von Beate nicht.

Nur weil Christoph mich ausdrücklich darum gebeten hat, veröffentliche ich mit nachstehendem Link auch mein Geburtstagsgedicht, mit dem ich - neben anderen Geschenken und Glückwünschen aus dem Hauptsitz Sömmerda - auch mein ganz persönliches Geschenk dazutun durfte. In diesem Gedicht wird die Gründungs- Ulk- Story nochmal aufgegriffen, die uns damals wie heute immer wieder zum Lachen bringt.

Geburtstagsgedicht

(Zum lesen beötigen Sie das Programm Acrobar Reader® das Sie auch auf unseren Seiten: - unter Downloads herunterladen können.) Auf Grund seines Umfangs von 7 A4- Seiten benötigt das Dokument eine etwas längere Ladezeit.

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