Unser Gehirn besteht aus etwa 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen).
Für die Wahrnehmung unserer Umwelt, unseres Körpers, für die Steuerung unserer Bewegungsabläufe und für unser psychisches Erleben (Freude, Trauer, etc.) müssen die Nervenzellen normal funktionieren und geordnet zusammenarbeiten: Eine äußerst komplexe Aufgabe.
Jede Nervenzelle steht mit einer Vielzahl anderer Nervenzellen in Verbindung. Allerdings berühren sich die einzelnen Nervenzellen nicht direkt, vielmehr befindet sich zwischen zwei Nervenzellen jeweils ein kleiner Spalt (die so genannte Synapse, bzw. der synaptische Spalt).
Damit eine Information von einer Nervenzellen zur nächsten gelangt, muss sie mit Hilfe so genannter Botenstoffe (Transmitter) durch den synaptischen Spalt transportiert werden.
Jede Nervenzelle produziert ständig eine große Menge dieser Botenstoffe. Aus verschiedenen Gründen kann es aber dazu kommen, dass im synaptischen Spalt nicht genügend Botenstoffe zur Verfügung stehen.
Bei einem Mangel an Botenstoffen können die Informationen zwischen den einzelnen Nervenzellen nicht mehr ausreichend bzw. nicht mehr richtig weitergeleitet werden.
Es kommt also zu Übertragungsfehlern.
Diese können sich z. B. wie in Ihrem Fall/bei Ihrem Angehörigen mit Abgeschlagenheit, Schwunglosigkeit, Nervosität, Angst, grundloser Traurigkeit, Schlafstörungen oder auch körperlichen Beschwerden bemerkbar machen.
Heute stehen Medikamente zur Verfügung, die diesen Mangel an Botenstoffen ausgleichen. Sie wirken derart auf die Nervenzellen ein, dass ausreichend Botenstoffe im synaptischen Spalt zur Verfügung stehen.
In der Folge funktioniert der Informationsfluss zwischen den Nervenzellen wieder und die vorliegenden Beschwerden klingen ab.
Bitte beachten Sie unbedingt, dass man sich Medikamente keinesfalls einfach selber verordnet, noch Dosierungen selber reduziert oder erhöht, bzw. Medikamente eigenverantwortlich gänzlich absetzt.
Besprechen Sie unbedingt jegliche von Ihnen gewünschte diesbezügliche Veränderung(en) mit Ihrem Fach- oder Hausarzt.
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